Geografische Lage

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Die Burjatische Repu-blik liegt im südlichen Teil Ostsibiriens. Im Westen und Norden grenzt sie an das Gebiet Irkutsk, im Osten an das Gebiet Tschita, im Südwesten an die Tuwinische Republik und im Süden an die Äußere Mongolei. Mit einer Fläche von 351.300 km² ist die Burjatische Republik in etwa so groß wie Deutschland.

1.1. Geographie

Die Republik Burjatien vereinigt auf ihrem Gebiet vier sehr unter­schiedliche Landschaftsformen, im Norden die Jakutische Taiga, im Osten die Mandschurische Steppe, im Süden die Mongolische Steppe und die Hochgebirgsregionen von Ost-Sajan und Baikal-Bergland.

Den südwestlichen Ausläufer Burjatiens bildet das Ost-­Sajan-Bergland und das 1.800 - 2.200 m hoch gelegene Oka Hochpla­teau. Der höchste Gipfel des Sajan im Munku Sardyk-Massiv, der Wetschny Golez, erreicht eine Höhe von 3.491 m. Südöstlich davon liegen zwei Gebirgszüge, die Kitoier Golzy und die Tukinischen Belki, deren höchste Gipfel bis auf 3.000 m emporsteigen.

Die westliche Grenze bildet der Baikalsee, dessen Oberfläche 453 m hoch liegt. Die Gebirgszüge des Baikal-Berglandes bedecken einen großen Teil Burjatiens. 

Sie durchziehen das Land von Südwesten nach Nordosten. Der Chamar Daban (2.384 m) schließt sich an den Ost-Sajan an und geht in die Ulan Burgassy-Katte (~1.500 m) über. Das Bargusin-Gebirge (2.724 m) zieht sich längs dem Nordostufer des Baikalsees. Östlich davon liegen das lkat-Gebirge (1.500 - 1.800 m). Nördlich von Bargusin und Ikat erstrecken sich das nördliche und das südliche Muja-Gebirge (~2.000 m). Das Nordwestufer des Baikal­sees wird vom Baikalgebirge (2.673 m) gesäumt, welches im Norden in das Undgar-Plateau übergeht.

Im Süden des Landes, im Einzugsbereich der Selenga, befindet sich eine Mittelgebirgsland-schaft. Die höchsten Erhebungen liegen bei 1.200 - 1.500 m, die Täler auf einem Niveau von 500 -1.000 m.

Das Witim-Plateau bedeckt den nordöstlichen Teil Burjatiens. Das 1.500-1.800 m hohe bewaldete Plateau wird von Flußtälern durchzogen, die oftmals versumpft sind. Die bis zu 160 m hohen Bas­altkuppen auf dieser Hochebene zeugen vom vulkanischen Ursprung des Gebietes.

In der waldreichen Burjatischen Republik gibt es zahlreiche Flüsse. Die meisten davon fließen in den Baikalsee. Die Selenga, die in der Mongolei entspringt, durchströmt Burjatien auf einer Länge von 415 km. Sie bildet eine wichtige Verkehrsader und Verbindung zur Mongo­lei. Der Witim, der gleichzeitig die nordöstliche Grenze zum Gebiet Tschita bildet und zum Lena-System gehört, ist mit 1.294 km der längste Fluß von Burjatien. Er ist dort auf 730 km schiffbar. Der Bargusin bewässert die Bargusin-Steppe zwischen Bargusin- und Ikat-Gebirge, ein wichtiges landwirtschaftliches Anbaugebiet.

Neben dem Baikalsee, der fast vollständig zum Gebiet der Burjatischen Republik gehört, gibt es zahlreiche kleinere Seen, überwiegend im Baikal-Bergland und im Ost-Sajan. Diese Seen sind aber zumeist recht klein und werden aus den Gletschern gespeist.

 

1.2. Klima

Aufgrund der unterschiedlichen Landschaftsformen und Vorausset­zungen weist das Klima starke regionale Unterschiede auf. Besonders um den Baikalsee herum liegen die Wintertemperaturen über den Durchschnittswerten, die Sommertemperaturen dafür darunter.

Das Klima weist kontinentale Merkmale auf. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge schwankt je nach Region zwischen 150 und 300 mm. Die meisten Niederschläge fallen in der zweiten Sommerhälfte, in der es lang anhaltende Regenperioden gibt.

Die Temperaturen betragen im Januar/Februar durchschnittlich -15 C bis -27 C. Allerdings können sie nicht selten bis auf -50 C absinken. Normalerweise herrscht im Winter Hochdruckeinfluß, der eine geringe Niederschlagsmenge, hohe Sonneneinstrahlung und Windstille garan­tiert. So lassen sich die Winter recht gut ertragen.

Ende März beginnt der Frühling, im Norden allerdings erst bedeu­tend später. Wind, Trockenheit und häufige Nachtfröste sind für diese Jahreszeit charakteristisch. Im Juni beginnt der Sommer. Die Tempe­raturen im Juli liegen, je nach Region, zwischen 8 C und 20 C. Dem kurzen, intensiven Sommer folgt eine sehr kurze Herbstperiode, bevor der rauhe Winter erneut Einzug hält.